Why research in early childhood? - Statements from the committee members

 

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Sonja Perren

Prof. Dr. Sonja Perren | Professorin für Entwicklung und Bildung in der frühen Kindheit, Pädagogische Hochschule Thurgau und Universität Konstanz

«Qualitativ hochwertige Interaktionen zwischen Betreuungspersonen und Kindern in Einrichtungen der frühen Bildung (z. B. Kindertagesstätten und Spielgruppen) sind wichtig für das Wohlergehen und die positive Entwicklung der Kinder. Die Kantone sollten genügend finanzielle Mittel bereitstellen und professionelle Unterstützungsstrukturen aufbauen, die die Qualität und die berufliche Entwicklung fördern. Das Ziel sollte sein, dass Betreuer und Erzieher die besten Voraussetzungen finden, um ein lernförderndes Umfeld für Kinder zu schaffen.»

Dr. Patricia Lannen

Dr. Patricia Lannen | Psychologin, Leiterin ‘Forschung’ des Marie Meierhofer Instituts für das Kind in Zürich

“Was in der frühen Kindheit passiert, ist entscheidend für den Lebensverlauf. Für Kinder, welche in dieser Phase besonderen Lebensereignissen ausgesetzt sind, besteht ein erhöhtes Entwicklungsrisiko. Es gibt aber auch immer wieder Kinder, welche sich, trotz adversiven Umständen, gesund entwickeln. Zu verstehen, welche Faktoren solche resilienten Entwicklungen fördern, ist für eine wirksame Prävention von grosser Bedeutung. ”

 

Anne M. Maillard

Anne M. Maillard | Psycholgogue spécialiste en neuropsychologie FSP/ASNP, Responsable de recherche, Centre Cantonal Autisme, Lausanne 

« Dans les troubles neuro-développementaux, de nombreuses études montrent qu’une intervention précoce améliore le devenir cognitif et fonctionnel de l’enfant et du futur adulte, ce qui à terme représentera une charge moins lourde pour la société. »

 

 

 

PD Dr. med. Michael von Rhein

PD Dr. med. Michael von Rhein | Leitender Arzt Entwicklungspädiatrie SPZ, Kantonsspital Winterthur

"Um in dieser Phase die richtigen Massnahmen früher Förderung entwickeln und anbieten zu können, braucht es ein breites Wissensfundament über die neurobiologischen, und entwicklungspsychologischen Grundlagen, sowie den Einfluss von Umwelt und individuellen (Lern-)Erfahrungen, um bedarfsgerechte Förderangebote im Rahmen einer differenzierten Bildungslandschaft optimal nutzen zu können."

 

  

Dr. Paul Matusz

Dr. Paul Matusz | psychologue expérimentale et neuroscientifique cognitive

« Je pense que les cantons devraient investir dans des interventions à long terme ciblant la petite enfance, car les interventions précoces devraient nous permettre de combler plus rapidement le "fossé du
développement" entre enfants sains et atypiques. Ces efforts seront plus durables et plus fructueux s'ils reposent sur 1) un soutien institutionnel à la recherche à la frontière de l'amélioration de l'éducation (par exemple, la création de centres de recherche et de
départements de neurosciences éducatives, comme aux États-Unis, au Canada ou au Royaume-Uni) et 2) des canaux à long terme pour les interactions et les échanges de connaissances entre enseignants,
scientifiques étudiant la formation et responsables politiques. »

Dr. Corina Wustmann Seiler

Dr. Corina Wustmann Seiler | Pädagogische Hochschule Zürich

"Forschungsergebnisse zeigen, dass die pädagogische Qualität von Kindertageseinrichtungen unmittelbar und längerfristig die psychische Gesundheit von Kindern, welche Belastungen ausgesetzt sind, stärkt (Resilienzförderung). Investitionen in die Qualitätsentwicklung von Kindertageseinrichtungen (z.B. über systematische Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren wie die "Bildungs- und Lerngeschichten") tragen somit sowohl zur Professionalisierung des Frühbereichs als auch zur Entwicklungs- und Gesundheitsförderung von Kindern bei."

Prof. Dr. Andrea Lanfranchi

Prof. Dr. Andrea Lanfranchi | Leiter Institut für Professionalisierung und Systementwicklung, Mitglied Hochschulleitung  Projektleiter der longitudinalen Studie ZEPPELIN

«ZEPPELIN kann nachweisen, dass Förderung ab Geburt bei Familien in schwierigen Lebenssituationen zwei Jahre nach Programmschluss in den Bereichen Sprache und Verhalten wirksam ist: www.zeppelin.hfh.ch »

 

«Rund 10 Prozent der Kinder kommen in der Schweiz in einer Familie mit sozialen Belastungen zur Welt. Sie sind in ihrer Entwicklung besonderen Risiken ausgestellt. Wir können uns nicht leisten, bei all diesen Kindern abzuwarten, bis sie in den Kindergarten kommen und sich die ersten Lern- und Leistungsprobleme manifestieren. EDK, SODK und GDK können gemeinsam vorbeugende Lösungen einleiten. »

Nevena Dimitrova

Nevena Dimitrova | Associate Professor, école d’études sociales et pédagogiques, Lausanne (EESP)

“As a developmental psychologist, I focus on how infants and young children (0-3 years of age) learn to interact, communicate and speak (…) What Switzerland needs are nation-wide or at least Canton-wide coordinated programs that allow child professionals as well as parents to access evidence-based early intervention approaches in order to tackle early difficulties and warrant an optimal development for every child. “

 

 

Prof. Dr. Moritz Daum

Prof. Dr. Moritz Daum | Entwicklungspsychologie Universität Zürich

"Eine gesunde Entwicklung ist das Fundament für die Zukunft jedes Individuums und somit der Gesellschaft. Wir forschen an der wissenschaftlichen Grundlage für eine kindgerechte Politik, damit jedes Kind die Chance bekommt, die Welt auf seine Art zu entdecken."